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Darina Mikityuk

When someone points at the sky, only a fool looks at the finger.”Love 24

When someone points at the sky, only a fool looks at the finger.”Love 24

„When Someone Points at the Sky, Only a Fool Looks at the Finger.“ Love 24

Tempera auf Leinwand
60 × 80 cm
2025

Dieses Werk handelt von Begehren, Projektion und der menschlichen Tendenz, das Symbol mit seiner eigentlichen Bedeutung zu verwechseln.

Der Titel greift eine alte philosophische Idee auf: Wenn jemand auf den Himmel zeigt, richtet der naive Blick sich auf den Finger statt auf das, was darüber hinaus sichtbar wird. Für mich spricht das Gemälde von unserer Unfähigkeit, das Wesentliche zu sehen, wenn wir von Oberflächen, Erscheinungsbildern, Rollen oder Körpern hypnotisiert sind.

Die weibliche Figur wird zugleich zum Objekt des Begehrens und zum Spiegel der Wahrnehmung. Sie befindet sich in einem Raum, in dem Sinnlichkeit nicht mehr unschuldig ist, weil Begehren selbst unsere Sicht auf die Welt verändert. Der Körper ist hier nicht passiv. Er trägt Bewusstsein, Ironie, Verletzlichkeit und Macht gleichzeitig.

Mich inspirierte die Vorstellung, dass Farbe selbst aus Emotion entstehen kann. Es gibt den Mythos, Rosen seien ursprünglich weiß gewesen, bis sie unter dem Blick von Liebe und Scham erröteten. Mich interessiert genau dieser Übergang – der Moment, in dem Unschuld zu Bewusstsein und Bewusstsein zu Begehren wird.

Das Werk balanciert zwischen Zärtlichkeit und Provokation. Es fragt, ob wir einander wirklich tief ansehen oder in Symbolen und Projektionen gefangen bleiben, die aus unserer eigenen Sehnsucht entstehen.

„Schönheit ist nichts, Schönheit bleibt nicht.“ – Virginia Woolf

Weiblichkeit erscheint hier nicht als Dekoration, sondern als emotionale Intelligenz und psychologische Präsenz. Die Bildsprache bleibt spielerisch und direkt; darunter liegt die Spannung zwischen Intimität, Beobachtung und der Inszenierung von Begehren.

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